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Allgemein Maik Krause 22. Februar 2017

WhatsApp Status: neue Chance für Unternehmen

Snapchat hat es vorgemacht, Instagram kam danach, jetzt hat auch der beliebte Messenger WhatsApp nachgelegt und präsentiert mit seinem „Status“ eine eigene Variante der „Stories“. Eine Chance für Unternehmen sich seinen Kunden neu anzunähern?
 
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Früher war es die SMS, heute kommt man nicht mehr an „einer WhatsApp“ vorbei. Mittlerweile zählt der Messenger Dienst über 1 Milliarde Nutzer – über sämtliche Altersgruppen verteilt. Mit anderen Worten: hier befindet sich die Zielgruppe und laut einer Studie von Pylba werden empfangene Nachrichten zu 80% innerhalb von 60 Minuten gelesen. In der Regel im privaten Bereich genutzt, ergeben sich auch für Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten den Dienst in ihrem Kommunikationsmix zu integrieren. So ist eine Newsletter-Funktion oder auch ein Support-Service absolut sinnvoll, sofern der Nutzer es ausdrücklich erwünscht, denn an einer Anmeldung wie beim klassischen Email-Newsletter kommt man auch hier nicht vorbei. Ein entsprechendes Formular bietet sich zum Beispiel auf der eigenen Webseite an.

WhatsApp Status – Kopie der Kopie?

 
Kurzlebige Beiträge sind der große Trend. Nachdem Snapchat es vorgemacht hatte, integrierte Instagram gegen Ende 2016 seine Stories in seiner App und lud damit die Nutzer ein, Posts in Form von Bildern oder Videos zu verbreiten, die nicht länger als 24 Stunden sichtbar sind. Welche Möglichkeiten sich dadurch für Unternehmen eröffnet haben, hatten wir euch hier zusammengeschrieben.

WhatsApp geht im Grunde keine neuen Wege. Neben dem Chat-Reiter in der App befindet sich neuerdings ein Tab namens „Status“, wo die Beiträge der persönlichen Kontakte aufgeführt sind. Drückt man links auf das Kamera-Symbol, kann man sein eigenes Bild oder Video schießen (oder schon vorhandenen Content aus dem Smartphone-Speicher auswählen), bei Bedarf Text oder Emoticons hinzufügen und dies dann mit seinen Kontakten teilen.

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Exklusive Beiträge teilen

 
Hat man noch keinen großen Pool an Abonnenten (angemeldeten Nutzern) oder möchte man die Anmeldezahlen erhöhen, empfiehlt es sich exklusive Beiträge im Status zu verbreiten. So könnte man limitierte Rabattcodes teilen, neue Produkte anteasern oder Early Access-Links zu beliebten Produkten verbreiten und dadurch die Exklusivität Contents erhöhen. Der Kunde zieht so einen klaren Vorteil aus dem Kanal, was letztendlich auch zu steigenden Abonnentenzahlen führen dürfte. Doch wieso die Status-Funktion nutzen und nicht einfach eine normale Nachricht versenden?

Das bekannte Problem aus dem Email-Marketing, dass Benachrichtigungen nur noch als reine Werbung bzw. Spam wahrgenommen werden, greift auch hier, wenn man seine Kontakte regelmäßig anschreibt – ohne, dass sie es wünschen. Nicht vergessen: WhatsApp ist primär ein Kommunikationsdienst der vorrangig im privaten Raum benutzt wird, sodass man mit sehr viel Fingerspitzengefühl agieren muss. Ein Status-Beitrag ist jedoch weniger penetrant, da der Nutzer aktiv drauf klicken muss, wenn er denn Interesse hat.

Fazit:

 
Sicherlich macht es Sinn WhatsApp mit seinen Funktionen in seinem Unternehmen zu nutzen. Während auf anderen Kanälen unermüdlich um Aufmerksamkeit gekämpft wird, ist WhatsApp bislang noch weitestgehend frei von Werbung – wo wir beim richtigen Stichwort wären. Mit der Status-Funktion haben Unternehmen die Chance sich elegant in das „soziale Umfeld“ seiner Kunden zu integrieren, was letztendlich weniger störend für den jeweiligen Nutzer sein dürfte – im Vergleich zu anderen Direkt-Marketing-Maßnahmen. Dabei sollte jedoch stets die Relevanz und vor allem der Mehrwert für den Kunden im Fokus liegen.

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