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Allgemein Maik Krause 21. März 2017

Do it with emotion! Reactions haben Einfluss auf Reichweite bei Facebook

Lange Zeit wurde nach ihm verlangt, doch der berühmte „Gefällt mir nicht“-Button wurde nie von Facebook eingeführt. Stattdessen können Nutzer seit einem Jahr mit den sogenannten „Reactions“ bzw. Emojis auf Beiträge in ihrem Feed interagieren. Nachdem es für die Sichtbarkeit eurer Beiträge bislang egal war, ob jemand mit einem „ANGRY“- oder „WOW“-Emoji auf euren Post reagiert hat, nimmt Facebook diese Informationen neuerdings mit in den Algorithmus auf.

 

fanpage karma hat dazu analysiert, dass Posts, die typisch für eine jeweilige Reaction sind, auch eine entsprechende Interaktion erzeugen. Die Ergebnisse sind wenig überraschend: Posts, die eine „wütende Reaktion“ erzeugen, werden so um 50% mehr kommentiert, WOW- und HAHA-Videos dagegen 6,5 mal so häufig angesehen. Der Grund dafür liegt in der Thematik hinter dem jeweiligen Post. So sind kontroverse Themen („ANGRY“) in der Regel auch die, die am heißesten diskutiert und damit kommentiert werden.

Quelle: Fanpage Karma
Quelle: Fanpage Karma

 

Was bedeutet das nun für eure Social Media Strategie?

Ihr solltet definitiv nicht um eine Reaktion betteln und übermäßig Spam in Form von Cat-Content erzeugen, denn die Relevanz eurer Beiträge für eure Zielgruppe sind nach wie vor der wichtigste Faktor im Ranking. Dennoch solltet ihr euch Gedanken um die Ziele eurer Beiträge machen und stets überlegen, welche Reaktionen ihr erzeugen wollt – und wie ihr diese auch erzeugen könnt! Soziale Medien tragen nicht ohne Grund den Begriff „sozial“ mit sich und leben eben von Emotionen. So müssen eure Posts nicht (immer) unbedingt trocken und nüchtern sein, nur weil ihr in einer entsprechenden Branche verkehrt.

 

Auch eignen sich die Reactions prima z. B. um Umfragen zu erstellen und zu pushen. Gerade vor großen Events, die eure Zielgruppe interessiert, macht es Sinn immer mal wieder mit solchen Posts zu spielen: Wer gewinnt das DFB-Pokal Finale? Wo landet Deutschland beim nächsten Eurovision Songcontest? Wann wird’s mal wieder richtig Sommer? Behaltet jedoch immer wieder im Hinterkopf, dass eure Zielgruppe einen Bezug zum Thema haben sollte und ihr am besten eine Brücke zu euch und eurem Produkt oder Unternehmen schlagt.

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